LPX Leipzig Power Exchange schließt Vertrag mit RWE

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Leipziger Strombörse LPX Leipzig Power Exchange GmbH hat einen Vertrag mit RWE unterzeichnet. Dieser Vertrag regelt die Schnittstelle zwischen dem ersten Spotmarkt für Strom in Deutschland und den physischen Lieferungen in der RWE-Regelzone. RWE befindet sich in der Handelszone für die südliche Hälfte Deutschlands. In Kürze wird LPX auch einen Vertrag mit einem Netzbetreiber in der Nordzone unterschreiben, so dass dann der Weg für die Aufnahme des Spotmarktes an LPX frei ist. Die beiden Geschäftsführer der LPX, Kjetil Knutsson und Dr. Carlhans Uhle, erklärten, dass nur diese zwei Verträge für die Aufnahme des Spothandels erforderlich seien. Dennoch sei nach den Worten der beiden LPX-Geschäftsführer vorgesehen, in den nächsten Monaten mit allen acht deutschen Übertragungsnetzbetreibern derartige Verträge abzuschließen.


Die LPX Leipzig Power Exchange, an der der Preis für Strom börslich gehandelt werden wird, tragen zu je 35 Prozent die Landesbank Sachsen und die skandinavische Strombörse Nord Pool. Darüber hinaus beteiligen sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig mit je 15 Prozent an der LPX Leipzig Power Exchange. Im LPX-Konzept ist vorgesehen, weitere Partner mit insgesamt 50 Prozent der Anteile zu beteiligen. Mittel- bis langfristig will die Leipziger Strombörse bis zu einem Fünftel des in Deutschland erzeugten Stroms handeln und die Strombörse in eine Energiebörse überführen. Ziel ist es, über die Koppelung von Spot- und Terminmarkt nach dem Vorbild Nord Pool die neue Börse nach drei Jahren in die Gewinnzone zu führen.