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LPX feiert einjähriges Bestehen

Die erste deutsche Strombörse, die Leipzig Power Exchange (LPX), hat im ersten Geschäftsjahr die Teilnehmerzahl von 14 auf 64 gesteigert und die gehandelten Tagesvolumina um ein Vielfaches erhöht.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Am 14. Juni 2000 ist in Leipzig die erste Strombörse Deutschlands an den Start gegangen. An diesem Tag eröffnete die Leipzig Power Exchange (LPX) ihren Spotmarkt mit 14 Handelsteilnehmern und 1500 Megawatt Handelsvolumen.

Nur zwei Monate später hatte sich die Teilnehmerzahl verdoppelt, täglich wurden mittlerweile etwa 9300 Megawattstunden gehandelt. "Zu verdanken waren diese Zuwächse vor allem dem Ehrgeiz unserer damals 18 Mitarbeiter und den drei Grundsätzen, die LPX an ihren Spotmarkt stellt: Einfachheit, Transparenz und Liquidität", blickt LPX-Geschäftsführer Dr. Carlhans Uhle zufrieden zurück. Seit Oktober 2000 können neben Stundenkontrakten auch Stundenblöcke gehandelt werden. Anfang dieses Jahres erleichterte die LPX dann kleineren Unternehmen durch die Einführung des Handels über Broker den Weg zur Aufnahme des börslichen Stromhandels.

Mittlerweile optimieren 64 Unternehmen aus sieben Ländern ihr individuelles Stromportfolio an der LPX. Die Planung für das Jahr 2001 sieht eine Teilnehmerzahl von 70 Unternehmen vor. Durchschnittlich werden derzeit 40 000 Megawattstunden Strom täglich gehandelt, seit Start der Strombörse sind etwa 6,5 Terawattstunden Strom "über den Tresen gegangen". "Diese Zahlen zeigen, wie stark sich LPX am Markt etabliert hat und lassen uns mit Zuversicht die nächsten Ziele in Angriff nehmen", freut sich Uhle. Der nächste große Schritt ist der Start des Terminmarktes in diesem Sommer. Die Börsengenehmigung wurde heute von Staatssekretär Wolfgang Vehse übergeben. Nun können die Terminmarktteilnehmer Future-Kontrakte handeln und sich so gegen Preisänderungsrisiken absichern.