LPX bietet neuerdings Multi-Portfolio-Solution und Brokerkonzept

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
LPX Leipzig Power Exchange, die erste deutsche Strombörse, verstärkt die Nutzungsmöglichkeiten durch die Multi-Portfolio-Solution und durch das Brokerkonzept.



Mit der Multi-Portfolio-Solution haben zugelassene Börsenteilnehmer die Möglichkeit, mit mehreren Geboten (Portfolios) getrennt an der Spotmarktauktion teilzunehmen. Damit können die zugelassenen Börsenteilnehmer sowohl Kunden- als auch Eigengeschäfte abwickeln. Die zweite Neuerung ist das Brokerkonzept. Damit können Broker im Auftrag für andere am Stromhandel der LPX teilnehmen. Kleinere Unternehmen, die sich eines solchen anerkannten LPX-Brokers bedienen, erhalten hierfür eine Gebührenreduktion.



"Wir versprechen uns davon eine weitere Stärkung des LPX Spotmarktes", sagte Dr. Carlhans Uhle, Geschäftsführer der LPX, anlässlich der Einführung beider Konzepte auf der Pressekonferenz zur "E-world of Energy". LPX habe mit zurzeit 44 Teilnehmern "viel mehr Teilnehmer" als die Planungen angenommen hätten. Dennoch zögerten insbesondere kleinere Stadtwerke und Industrieunternehmen noch mit dem direkten Schritt an die Börse. Für diese Unternehmen schaffe LPX nun die Möglichkeit eines leichteren Börsenzugangs. Die Möglichkeit zur Portfoliooptimierung durch den Börsen-Spotmarkt stelle "besonders für Stadtwerke" eine Chance zur Ausnutzung der Vorteile des liberalisierten Strommarktes dar.



LPX betreibt seit Mitte Juni 2000 den day-ahead-Spotmarkt, an dem die Börsenteilnehmer die Möglichkeit haben, einen Tag vor physischer Lieferung ihr Bezugs- und/oder Absatzportfolio zu optimieren. Täglich werden durchschnittlich über 20.000 Megawattstunden pro Tag von 44 Teilnehmern aus sechs Ländern gehandelt. LPX ist, gemessen an den gehandelten Volumina und der Teilnehmerzahl, die bedeutendste deutsche Strombörse. Zur Jahresmitte 2001 wird LPX den Terminmarkt eröffnen, auf dem die Börsenteilnehmer Produkte zur Preisabsicherung handeln können.