Energie verteuern

Loske fordert Ausbau der Ökosteuer

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und designierte Umweltsenator von Bremen Reinhard Loske fordert eine Weiterführung der Ökosteuer. Die Grundidee, Energie allmählich zu verteuern, sei weiterhin richtig, sagte Loske der "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe). Zudem kritisiert er die Klimapolitik der Regierung.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp-nrd/sm) - Das Aufkommen daraus solle aber nicht wie bisher bei der von SPD und Grünen eingeführten Ökosteuer in die Rentenkasse fließen, sondern in Form eines "Öko-Bonus" in gleicher Höhe an jeden Bürger zurückgegeben werden.

"Das hätte auch eine positive soziale Verteilungswirkung. Wer viel Energie verbraucht, müsste viel zahlen. Wer ein niedriges Einkommen hat und wenig verbraucht, bekommt relativ viel zurück", sagte Loske. Die Umweltfrage müsse mit der sozialen Frage verknüpft werden.

Der Grünen-Politiker kritisierte die Klimapolitik der Bundesregierung. Worte und Taten klafften weit auseinander. "Schwarz-Rot beschließt anspruchsvolle Klimaziele, setzt aber Anreize für neue Kohlekraftwerke, die dann 50 Jahre am Netz bleiben. Das ist paradox", sagte Loske. Zudem schone die große Koalition die Autoindustrie bei den Kohlendioxidgrenzwerten. Loske kündigte an, er wolle Bremen zum deutschen Kompetenzzentrum für Klimaschutz und erneuerbare Energien machen und Alternativen zum Bau des dort geplanten Kohlekraftwerks entwickeln lassen.