Exakte Kontrolle

Loske fordert AKW-Abschaltung bei fehlenden Sichheitsnachweisen

Der Zwischenfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark Ende Juli beunruhigt weiterhin die Gemüter. Während das Bundesumweltministerium momentan an einer Überprüfung aller deutsche Atomkraftwerke arbeitet, forderte Grünen-Fraktionsvize Reinhard Loske "harte Fakten" von den Betreibern.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Die nach dem Störfall im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark von der Bundesregierung eingeforderten Sicherheitsnachweise für deutsche Atommeiler müssen nach Ansicht der Grünen im Zweifel zur sofortigen Stilllegung führen. "Wir brauchen jetzt schnellstmöglich Informationen und keine Beschwichtigungsversuche", sagte Grünen-Fraktionsvize Reinhard Loske im Deutschlandfunk.

Die Regierung müsse "harte Fakten verlangen von den Betreibern". Loske fügte hinzu, "wenn Zweifel vorliegen, müssen die betreffenden Kraftwerke schnellstmöglich vom Netz". Der schwedische Konzern Vattenfall betreibe auch hierzulande Reaktoren.

Nach Ansicht des Grünen-Politikers liegt "die Vermutung nahe, dass es die alten Reaktoren sind, die auch hier betroffen sein könnten". In Deutschland stellten vor allem die Atommeiler Neckarwestheim, Brunsbüttel sowie Biblis A und B unter anderem wegen mangelnden Schutzes gegen Terroranschläge ein Sicherheitsrisiko dar. Deswegen müssten diese wie von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen "in dieser Legislaturperiode vom Netz gehen".