Nach Abstimmung

Linke tritt Volksinitiative gegen Braunkohle-Tagebaue bei

Die Brandenburger Linke beteiligt sich an der Volksinitiative "Keine neuen Tagebaue - Für eine zukunftsfähige Energiepolitik". Einen entsprechenden Beschluss habe der Landesvorstand mit zwölf zu eins Stimmen gefasst, wie die Partei am Sonntag in Cottbus mitteilte.

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Cottbus (ddp-lbg/sm) - Der Entscheidung sei ein teils hart geführter mehrmonatiger Diskussionsprozess vorausgegangen, den Die Linke bei ihrer Leitbilddebatte "Für ein Brandenburg der Regionen" geführt habe. Insbesondere in den unmittelbar betroffenen Teilen der Lausitz werde deutlich, dass die Stimmung in der Partei in dieser Frage geteilt sei.

Der Energiekonzern Vattenfall will im brandenburgischen Teil der Lausitz weitere 700 Millionen Tonnen Braunkohle fördern. Dazu sollen langfristig drei neue Tagebaue erschlossen werden. Dafür müssten drei Lausitzer Dörfer abgebaggert werden. Die rund 900 Bewohner der Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz sollen umgesiedelt werden.

Umweltverbände und Grüne lehnen den Aufschluss von neuen Tagebauen ab. Die Volksinitiative gegen Braunkohle-Tagebaue soll wie geplant im Oktober startet werden. Sie wird auch vom Bauernbund unterstützt.