Entlastungen für Arme

Linke: Strom und Wärme muss bezahlbar bleiben

Angesichts einer Teuerungsrate von 3,2 Prozent im Juli in Brandenburg dringt die oppositionelle Linke auf Entlastungen für Haushalte mit geringen Einkommen. Die Landesregierung müsse sichunter anderem für sozial gestaffelte Energiepreise einsetzen. Die Energiekonzerne müssten gezwungen werden, Sozialtarife anzubieten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Strom und Wärme müssten für alle Menschen bezahlbar bleiben, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Renate Adolph. Schließlich sei die Energieversorgung ein fester Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Adolph betonte, zum 1. August hätten sieben Gasunternehmen in Brandenburg Preiserhöhungen angekündigt. Betroffen seien unter anderen Verbraucher in Eberswalde, Ludwigsfelde und Wittenberge. Spitzenreiter werde Finsterwalde mit einer Preisanhebung um 16,3 Prozent sein.

Die rasant steigenden Strom- und Gaspreise sowie die neuen Rekordmarken bei Preisen für Mineralöl treffen nach Auffassung der Expertin vor allem private Haushalte mit geringem Budget, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen. Angesichts der Entwicklungen werde der Großteil der Menschen reale Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dabei gehöre Brandenburg ohnehin schon zu den Bundesländern mit den geringsten Einkommen.