Kritik

Linke halten neue Kohlekraftwerke für Aberwitz deutscher Klimapolitik

Vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz haben die Linken die Forderung an die Bundesregierung bekräftigt, mehr für den Klimaschutz zu tun. Die Errichtung neuer Kohlekraftwerke sei "Ausdruck politischer Schizophrenie" und ein "Aberwitz" für die Glaubwürdigkeit deutscher Klimaschutz- und Energiepolitik.

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Berlin (ddp-nrd/sm) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gäben wohlklingende Erklärungen ab und unterzeichneten Verpflichtungen, würden aber auf wesentlichen Handlungsfeldern das Gegenteil tun oder zulassen, kritisierte Linksfraktionschef Wolfgang Methling am Samstag in Berlin.

Die größten Industrieländer, die den höchsten Anteil an der Emission von CO2 und anderen klimarelevanten Gasen haben, müssten vielmehr als Schrittmacher bei der Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen vorangehen. Glaubhafte eigene Anstrengungen sowie eigene beispielgebende Verpflichtungen seien erforderlich, sagte Methling. So hielten es die Linken für möglich, die Wärme- und Elektroenergieversorgung bis 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu sichern. Das erfordere jedoch den notwendigen politischen Willen.