Positionspapier

Lieferantenwechselprozesse für den Erdgasmarkt

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) hat gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) und dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) Vorschläge für den Ablauf beim Gaslieferantenwechsel vorgestellt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berklin (red) - Das Papier enthält Vorschläge zu den zentralen Prozessen der Anbahnung und Abwicklung der Netznutzung, so der bne. Der Vorschlag der Netznutzerverbände umfasse die Teilprozesse Lieferantenwechsel, Lieferbeginn und -ende, Ersatzversorgung, Stammdatenänderung und Zählerstand- sowie Zählwertübermittlung. Dabei werden die Vorteile der einzelnen Prozesse auf dem vom Wettbewerb noch relativ unberührten Gasmarkt detailliert aufgeführt.

Dazu gehört unter anderem die Verkürzung von Fristen zur Prüfung von Meldungen über Lieferbeginn und Lieferende auf 24 Stunden. Bisher waren bis zu zehn Werktage möglich. Auch die Zählerstandübermittlung soll statt bisher in zwei Monaten danach innerhalb von zehn Werktagen erfolgen. Außerdem sollen die Netzanmeldung erst nach einer bestätigten Kündigung erfolgen sowie die Kündigungsbestätigung und die Netzabmeldung zeitlich parallel erfolgen.

Robert Busch, Geschäftsführer des bne, betont: "Es ist ein Entwurf für den zentralen Bereich des Massenmarktes. Seine zügige Etablierung wird mehr Anbieter in den Markt locken, so dass die Kunden letztendlich von besseren Preisen profitieren können."

Das Papier zu den neuen Prozessen für den Lieferantenwechsel Gas wird nach bne-Angaben in den Grundzügen von den Verbänden Verbraucherzentrale Bundesverband, European Federation of Energy Traders Deutschland, Bundesverband der Deutschen Industrie und Deutscher Industrie- und Handelskammertag mitgetragen.

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