Neuregelung

Lichtemissionen von Windenergieanlagen werden reduziert

Die teilweise als störend empfundenen Einflüsse der beleuchteten Windenergieanlagen sollen künftig merklich reduziert werden, ohne gleichzeitig die Sicherheit im Luftverkehr aufs Spiel zu setzen. Die Neuregelung soll noch im April kommen.

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Berlin (red) - Die Bundesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung vom Mittwoch beschlossen, Lichtemissionen von Windenergieanlagen zu reduzieren. Durch die Änderung der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen" sollen die teils als störend empfundenen Einflüsse der beleuchteten Windenergieanlagen in Zukunft deutlich reduziert werden. Die Neuregelung soll noch in diesem Monat in Kraft treten, teilte das Umweltministerium mit. Die Sicherheit im Luftverkehr werde nicht beeinträchtigt.

Windenergieanlagen müssen ab einer Gesamthöhe von mehr als 100 Metern besonders markiert werden, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Dabei kennzeichnen Lichtsignale eine Windenergieanlage für Piloten als Hindernis. Die nun beschlossene Änderung ermögliche es, die Störwirkung durch die Lichtanlagen weitgehend zu reduzieren und dabei die Luftverkehrssicherheit gleichermaßen aufrecht zu erhalten.

Zukünftig kann die Lichtstärke des für die Nachtkennzeichnung verwendeten roten Lichtsignals bei Windkraftanlagen reduziert werden: bei einer Sichtweite von mehr als 5 km um 70 Prozent und bei einer Sichtweite von mehr als 10 km um 90 Prozent. Zudem ist es jetzt möglich, in der Dämmerung verstärkt auf weiß blitzende Lichtsignale zu verzichten und stattdessen auf die bei diesen Lichtverhältnissen weitaus weniger störend wirkenden Nachtsignale zurückzugreifen.