Ab 2011 bundesweit

LichtBlick Zuhause-Kraftwerk nichts für Einfamilienhaus

Die Idee vom Mini-Kraftwerk für den Keller stößt auf großes Interesse. Sechs Wochen, nachdem der Energieversorger sein ZuhauseKraftwerk vorgestellt hat, seien bereits 25.000 Kundenanfragen eingegangen. Allerdings lohnt sich das Kraftwerk nicht für ein Einfamilienhaus, wie LichtBlick erklärt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Das Interesse an den ZuhauseKraftwerken sei "überwältigend". Viele Hausbesitzer, Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen "wollen einen Beitrag zur Energiewende leisten", erklärte Gero Lücking, Vorstand Energiewirtschaft bei LichtBlick. Die von Volkswagen gebauten und von LichtBlick vertriebenen ZuhauseKraftwerke versorgen Gebäude mit Wärme und speisen bei Bedarf Strom ins öffentliche Netz ein.

Erste ZuhauseKraftwerke in Hamburg

LichtBlick habe in Hamburg bereits die ersten Verträge mit Privatkunden abgeschlossen. Die Stadt Hamburg habe 100 ZuhauseKraftwerke für Kindertagesstätten, Altenheime und Wohnungsbaugesellschaften bestellt. LichtBlick wird die ersten Anlagen im Frühsommer 2010 einbauen. Ab 2011 sollen die ZuhauseKraftwerke bundesweit installiert werden.

Für Einfamilienhaus nicht geeignet

ZuhauseKraftwerke eignen sich für größere und ältere Einfamilienhäuser mit einem hohen Wärmebedarf, für Zwei- und Mehrfamilienhäuser, für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Kirchen sowie für kleine Gewerbebetriebe, so LichtBlick. Für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage müsse der Gasverbrauch des Kunden bei mindestens 45.000 Kilowattstunden im Jahr liegen. Die ZuhauseKraftwerke werden anders betrieben als herkömmliche Blockheizkraftwerke.

ZuhauseKraftwerke sollen zwei AKW ersetzen

Dank einer thermischen Leistung von 34 Kilowattstunden muss die Anlage nur wenige Stunden am Tag laufen, um den Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Die Wärme wird gespeichert und kann bei Bedarf für Dusche oder Heizung abgerufen werden. LichtBlick will 100.000 dieser Zuhause Kraftwerke zu einem virtuellen Großkraftwerk vernetzen, mit einer Leistung von 2.000 Megawatt könnte so die Kapazität von zwei Atomkraftwerken erreicht werden. Der Strom kann dabei flexibel erzeugt werden und ergänze so ideal die schwankende Windenergie.