Gaskraftwerk

Lichtblick will in Hamburg Gas- statt Kohlekraftwerk bauen

Im Streit zwischen Grünen und CDU um das geplante Kohlekraftwerk im Hamburger Stadtteil Moorburg scheint sich eine Lösung anzubahnen. Wie "Spiegel Online" am Freitag berichtete, hat der Hamburger Energielieferant Lichtblick angeboten, ein Gaskraftwerk in der Hansestadt zu bauen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Das Unternehmen bestätigte dem Online-Medium zufolge, dass es am Donnerstagabend bei den Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und den Grünen ein entsprechendes Modell vorgestellt habe. Auf Einladung der Grünen hätten Vertreter des Unternehmens Planungen für den Bau eines 600 bis 700 Megawatt-Kraftwerks präsentiert, das bis 2012 fertiggestellt werden könnte. Das mit der Kraft-Wärme-Koppelung ausgestattete Kraftwerk würde über einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verfügen - etwa ein Drittel mehr als das Kohlekraftwerk. Es soll die Hamburger Haushalte auch mit Fernwärme versorgen.

Der mögliche Neubau eines Kohlekraftwerks in Moorburg ist neben der geplanten Elbvertiefung einer der beiden Knackpunkte bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen.

Lichtblick betreibt teils über Tochtergesellschaften mehrere Kraftwerke, auch am Bau des 1200-Megawatt-Gaskraftwerk im mecklenburgischen Lubmin ist das Unternehmen beteiligt.