Lichtblick erfolgreich: Keine speziellen Zähler in Stuttgart

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com
Mit sofortiger Wirkung könne auch die Bewohner des Großraums Stuttgart von privaten Stromanbietern versorgt werden. Möglich wurde dies durch eine Intervention des Bundeskartellamtes. Initiator des entsprechenden Vorstoßes war der private Stromanbieter "Lichtblick - die Zukunft der Energie" GmbH, der bereits Anfang Juli bei den Neckarwerken Stuttgart einen Antrag zur Versorgung von Haushalts- und Gewerbekunden stellte. Der Netzbetreiber, die Neckarwerke Stuttgart, hatten daraufhin den Einbau spezieller Stromzähler gefordert - und dem hat das Bundeskartellamt nun mehr widersprochen. "Durch die Investition in die rund 1000 Mark teuren Zähler wäre die Versorgung dieser Kunden zu konkurrenzfähigen Preisen nicht mehr möglich gewesen", so "Lichtblick"-Geschäftsführer Heiko von Tschischwitz. "Um unsere Kunden auch in dieser Region mit unserem umweltfreundlichen Produkt versorgen zu können, gab es für uns nur noch eine Möglichkeit, die Durchleitung zu erwirken - den Gang zum Bundeskartellamt."



"Lichtblick" war erfolgreich: Mit dem Beschluss, teilte das Unternehmen heute mit, habe man "eine wichtige Entscheidung für den gesamten liberalisierten Strommarkt" erwirken können. Die Vorgehensweise der Neckarwerke Stuttgart sei jedoch kein Einzelfall - noch immer würden diverse Energieversorgungsunternehmen Standpunkte vertreten, die klar dem 1998 geänderten Energiewirtschaftsgesetzes wiedersprächen. Dieses Gesetz besagt, dass Netzbetreiber ihre Leitungen anderen Anbietern "diskriminierungsfrei" zu Verfügung stellen müssen. "Wir freuen uns, dass das Bundeskartellamt mit dieser Entscheidung unsere Position stützt und die Einwohner des Großraums Stuttgart unseren Strom beziehen können", so Tschischwitz. Und: "Mit unserem Gang zum Bundeskartellamt haben wir einen für die gesamte Branche richtungsweisenden Vorstoß initiiert, der bei Netzbetreibern, die auf Zeit und Diskriminierung setzen, ein Zeichen gesetzt".



"Lichtblick" bietet allen Kunden ausschließlich umweltfreundlich erzeugten Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen an - das Motto des Unternehmens lautet "Sauberer Strom zum sauberen Preis". "Lichtblick" verzichtet vollständig auf Kohl-, Öl- und Atomstrom und bezieht maximal 50 Prozent seines Stroms aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung auf Erdgas-Basis. Mindestens 50 Prozent wiederum stammen aus regenerativer Erzeugung wie Wind, Wasser und Biomasse - derart lassen sich Emissionen deutlich reduzieren. Der TÜV wacht ständig über diese Kriterien. Weitere Infos zur "Lichtblick" GmbH gibt's hier - und in unserer aktuellen Print-Ausgabe finden Sie ebenfalls einen Beitrag über das Unternehmen.