Nur begrenztes Potenzial

"Lichtarmes Deutschland": dena kritisiert Solarförderung

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) fordert eine Senkung der Solarstromförderung. Dena-Geschäftsführer Stephan Kohler sagte der "Berliner Zeitung", die Potenziale des Solarstroms seinen im lichtarmen Deutschland sehr begrenzt. Sinnvoller sei es, Anlagen in Spanien oder Nordafrika zu installieren.

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Berlin (ddp/sm) - Nicht einmal ein Prozent des Stroms komme aus Solarenergie und jedes Kilowatt koste den Verbraucher das Vielfache konventionellen Stroms. "Ich plädiere dafür, die milliardenschwere Förderung für die Einspeisung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz stark zu begrenzen", sagte Kohler.

Es sei sinnvoller, die Anlagen über Kooperationen in sonnenreichen Ländern wie Spanien oder in Nordafrika zu installieren und zum Beispiel eine Mitfinanzierung über Kohlendioxid-Zertifikate zu organisieren. "Zum Erhalt der Solarfirmen am Standort Deutschland sollten ambitionierte Forschungs- und Entwicklungsprogramme initiiert werden", sagte Kohler. Dass die Solarenergie großes Potenzial hat, stehe fest. "Wir müssen sie aber intelligent und effizient nutzen", mahnte Kohler.

Die dena bezeichnet sich als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und regenerative Energien. Träger sind die Bundesrepublik zu 50 Prozent, die KfW (24 Prozent) sowie die Allianz, die Deutsche Bank und die DZ BANK mit jeweils 8 Prozent.