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BfS gibt EntwarnungIn einer Woche tritt die erste Stufe des EU-Glühbirnenverbots in Kraft, doch Mediziner und Licht-Experte Alexander Wunsch warnt vor "erheblichen Gesundheitsrisiken" durch Energiesparlampen aufgrund ihrer Strahlung. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jedoch hält jedoch den Einsatz von Energiesparlampen für nicht bedenklich.
Osnabrück/Langenselbold (red) - Die Glühlampe sei die "natürlichste Kunstlichtquelle", die es derzeit gebe, sagte Licht-Experte Wunsch im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Durch Energiesparlampen könne es jedoch zu fehlgesteuerten hormonellen Anpassungen kommen, was z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes kommen könnte.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jedoch gibt grünes Licht für Energiesparlampen: Der Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen "ist unter Strahlenschutzaspekten nicht bedenklich", teilt die Bundesbehörde auf ihrer Internetseite mit. Die von den Lampen abgegebene optische Strahlung sowie die elektrischen und magnetischen Felder halten die internationalen Grenzwertempfehlungen ein.
(Foto / Abb.: Megaman Energiesparlampen)
"Hinsichtlich mehrerer für den Strahlenschutz wichtiger Charakteristika unterscheiden sich Glühlampen und Kompaktleuchtstofflampen nur graduell", schreibt das BfS. "Beim direkten Blick in eine Lichtquelle kann das Auge durch den Blaulichtanteil einer Glühlampe sogar deutlich stärker gefährdet werden als durch die entsprechende Emission einer Kompaktleuchtstofflampe." Die Strahlenschützer verweisen darauf, dass die Technologie von Kompaktleuchtstofflampen sehr ähnlich zu den üblichen Leuchtstoffröhren ist, die bereits seit langem am Markt sind.
Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber. Wenn die Lampe zerbricht, ist also höchste Vorsicht geboten: Beim Einsammeln der Bruchstücke einer zerbrochenen Energiesparlampe sollten Handschuhe getragen werden, außerdem sollte das Zimmer anschließend gut durchgelüftet werden.
Die Stiftung Warentest widerspricht Berichten über Gesundheitsgefahren durch Energiesparlampen. Die von den Lampen abgegebene UV-Strahlung und die elektromagnetischen Felder hätten sich in verschiedenen Tests als unbedenklich erwiesen. Die wenigen Milligramm Quecksilber in Energiesparlampen gelangten bei korrekter Entsorgung nicht in die Umwelt. Zudem habe die Energiesparlampe in umfangreichen Tests überzeugt. Sie sei langlebiger, erzeuge pro Watt viel mehr Helligkeit und senke die Stromkosten spürbar.
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