Einigung in Sicht?

Lenken Konzerne im Gasstreit ein?

In der zuletzt verbissen geführten Auseinandersetzung des Bundeskartellamtes mit den 15 großen deutschen Ferngasunternehmen um eine Öffnung des deutschen Gasmarktes zeichnete sich am Mittwoch wenige Stunden vor dem von der Wettbewerbsbehörde vorgegebenen Fristablauf eine Kompromisslösung ab.

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Berlin (ddp/sm) - Nach Informationen der "Berliner Zeitung" hätten nach der Kasseler BASF-Tochter Wingas nun auch die anderen Großunternehmen um die E.ON-Tochter Ruhrgas, RWE und VNG ihre Bereitschaft signalisiert, neue Gaslieferverträge mit Stadtwerken und anderen Endversorgern nur noch mit kürzeren Vertragslaufzeiten von zwei bis vier Jahren abzuschließen. Im Gegenzug solle das Kartellamt in Aussicht gestellt haben, auf Eingriffe in bereits bestehende Gaslieferverträge mit zum Teil deutlich längeren Vertragslaufzeiten von bis zu 20 Jahren zu verzichten.

Nach Informationen des Düsseldorfer "Handelsblattes" will sich das Bundeskartellamt im Streit um Gas- Lieferverträge noch nicht äußern. Die Wettbewerbsbehörde brauche einige Tage, um die Sachlage jetzt zu prüfen, sagte ein Sprecher in Bonn. Er könne auch keine Erklärung darüber abgeben, ob die abgemahnten Ferngasunternehmen der ultimativen Aufforderung des Kartellamts nachgekommen sein, sich zu einer Begrenzung der Lieferverträge mit Stadtwerken zu verpflichten.

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