Ursache ungeklärt

Lekker Mobil: Rekord-Elektroauto in Lagerhalle verbrannt

Das lekker Mobil, das im Oktober 2010 mit einer Weltrekordfahrt bekannt wurde, ist nach Informationen des ADAC in einer Halle in Berlin abgebrannt. Das Elektroauto soll mehr als 600 Kilometer von München nach Berlin gefahren sein, ohne dass es aufgeladen werden musste. Der ADAC bezweifelt indes die gesamte Rekordfahrt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München/Berlin (red) - DBM Energy hat gegenüber dem Online Wissenschaftsmagazin cleanthinking.de inzwischen bestätigt, dass das Fahrzeug abgebrannt sei. Allerdings sei der Rekordakku mit der sogenannten Kolibri-Technologie zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr im Auto verbaut gewesen. Der zum Elektroauto umgebaute Audi A2 wurde von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle als Durchbruch in der Batterietechnik gefeiert. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Rekordfahrt mit 275 000 Euro gesponsert.

Brandursache ist noch unbekannt

Bei dem lekker Mobil des Energieversorgers lekker Energie und der DBM Energy, die den verwendeten Lithium-Polymer-Akku entwickelte, handelt es sich um einen Audi A2, der von der Leipziger Firma L.E. mobile umgebaut wurde. Wie der ADAC vorab in seinem Elektromobilitäts-Blog meldete, verbrannte das Fahrzeug in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010. Eine Aufklärung der genauen Umstände des Brandes steht noch aus.

ADAC: Zweifel an Rekordfahrt werden bestärkt

Damit verstärken sich nach Ansicht des ADAC die Zweifel, ob bei der Rekordfahrt alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Der Club hat schon frühzeitig auf ungeklärte Fragen rund um das E-Auto hingewiesen. So gebe es kaum weiterführende Informationen zur Akku-Technik des Autos. Ein zur damaligen Rekordfahrt bestellter Notar habe kurz vor der Fahrt seine Teilnahme abgesagt. Außerdem sei das Auto während der damaligen Rekordfahrt mehrfach aus dem Sichtfeld von Journalisten verschwunden, die die Tour beobachteten. Der ADAC hat der Firma DBM Energy auch einen Reichweiten-Check in seinem Testzentrum angeboten. Das Berliner Unternehmen lehnte dies damals ab.