Für Kommunen und Vereine

Leitfaden: Sportstätten in NRW fit für Olympia und Weltmeisterschaft

Mit einem neuen Leitfaden zeigt die Energieagentur NRW Kommunen und Vereinen, wie sich der teure Unterhalt von Sportstätten reduzieren lässt. Neben angepasstem Nutzerverhalten sollten auch bauliche Veränderungen in Betracht gezogen werden. Die Broschüre gibt es kostenlos.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Olympische Spiele, Fußball-Weltmeisterschaften – die Herausforderungen an die Sportstätten Nordrhein-Westfalens könnten größer nicht sein. Um die Arenen landauf, landab in punkto Energie fit zu machen, hat die Energieagentur NRW einen neuen Leitfaden "Sport braucht Energie. Die energieeffiziente Sportstätte" veröffentlicht.

Die Schließung von Sportstätten gehört zum Repertoire der Kommunen zur Sanierung der Haushalte. Grund: Die Unterhaltskosten für Schwimmbäder, Turnhallen oder Fußballplätze sind horrend. Durchschnittlich gibt jede deutsche Stadt 50 Euro pro Einwohner für den Unterhalt von Sportstätten aus. Nur knapp die Hälfte fließt durch Zuschüsse, Eintrittsgelder oder Fördermittel wieder zurück in den Stadtsäckel. Einer Gemeinde mit 50 000 Einwohnern bleiben rund 1,25 Millionen Euro, die sie berappen muss. Und was für die Kommunen gilt, gilt auch für die Vereine, die den Unterhalt ihres Sportplatzes in Eigenregie betreiben: Strom, Wasser und Heizenergie sind teu-er. "Dabei lassen sich durch verhältnismäßig einfache Maßnahmen bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen", erklärt Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Allein durch angepasstes Nutzerverhalten habe die Stadt Bielefeld den Heizenergieverbrauch der Sportstätten zwischen 1991 und 1998 um 25 Prozent und den Stromverbrauch um 13 Prozent gesenkt.

Die energieeffiziente Sportstätte verlange aber mehr, als nur das Licht in den Umkleidekabinen nachts nicht brennen zu lassen, so der Leiter der Energieagentur NRW. Hüttenhölscher: "Unter Umständen gehören dazu auch bauliche Veränderungen an der Gebäudehülle. Zum Beispiel durch die Dämmung von Decken oder Wänden." Angesichts der leeren Kassen empfiehlt der Leitfaden der Energieagentur NRW, der im Rahmen des Impuls-Programms "Bau und Energie" erstellt wurde, größere Sanierungen per Contracting zu finanzieren. Beim Contracting liefert ein externes Unternehmen (=Contractor) Energie und Anlagentechnik. Der Kunde begleicht die Rechnung aus einem Teil der jährlich gesparten Energiekosten.

Die Broschüre ist unentgeltlich unter: 01805-335226 erhältlich.

Weiterführende Links