Bilanz

Leipziger Strombörse steigert Umsatz und Ergebnis

Die EEX hat ihr Wachstumstempo im ersten Halbjahr 2006 deutlich forciert. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte die in Leipzig ansässige Energiebörse sowohl bei Handelsvolumina als auch bei den Umsatzerlösen gegenüber den Vorjahreswerten erheblich zulegen und die Ertragslage ausbauen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp.djn/sm) - Mit mehr Kundennähe, einfachem Marktzugang und neuen Produkten will sich die Europäische Energiebörse (EEX) in Leipzig dem härter werdenden globalen Wettbewerb stellen. So sollen beispielsweise für Neukunden die Zulassungsgebühren auf allen Handelsmärkten wegfallen, wie EEX-Vorstandsvorsitzender Hans-Bernd Menzel heute in Leipzig ankündigte.

Davon erwartet sich die EEX vor allem Neukunden aus dem wachsenden Markt Osteuropa. Zudem solle der Kontakt zu Kunden verbessert werden. Dafür seien auch Neueinstellungen geplant, sagte Menzel. Der lange geplante Einstieg auf den Gasmarkt werde zunächst probeweise zum 1. Oktober 2007 erfolgen, ein Intraday-Handel für Strom werde am 25. September starten.

Nach Menzels Einschätzung ist die internationale Konkurrenz auf dem Energiebörsen-Markt stark gewachsen, weshalb die EEX sich neue Strategien überlegen musste. Ein wichtiger Pfeiler dabei sei die Konzentration auf den Gasmarkt. Hier hinke Deutschland im europäischen Vergleich stark hinterher. Bei den bisher 19 abgeriegelten Marktgebieten sei ein Handel kaum möglich.

Ein deutlich ausgeweiteter Strom-Terminmarkt brachte der EEX im ersten Halbjahr ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 88 Prozent auf 20,5 Millionen Euro, wie die EEX mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei von 2,1 Millionen auf 5,8 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Handelsteilnehmer habe sich von 129 auf 147 erhöht. Sie stammten aus 19 nach zuvor 16 Ländern.