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Leipziger Strombörse EEX billigt Zusammenschluss mit Powernext

Die Leipziger Strombörse EEX kann ihren Stromhandel mit dem der französischen Powernext zusammenzulegen. Der Aufsichtsrat habe mehrheitlich dem Paket an Vorschlägen für die Kooperation der EEX mit ihrem französischen Gegenstück zugestimmt, bestätigte ein EEX-Sprecher den Aufsichtsratbeschluss.

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Leipzig (ddp.djn/sm) - Beide Strombörsen wollen den sogenannten Spot-Markt für Strom in einem Joint Venture fusionieren und in Paris ansiedeln. Der Terminmarkt sowie Clearing und Settlement sollen in Leipzig ihren Sitz haben. Powernext hatte diesen Plänen bereits am Freitag zugestimmt.

Die Kooperation zwischen EEX und Powernext ist Teil der Bemühungen, den fragmentierten Stromhandel in Europa mit zahlreichen Strombörsen in vielen Ländern zu konsolidieren. Derzeit gibt es in Europa noch rund ein Dutzend Strombörsen und -handelsplätze.

Erst diese Woche ist auch der Plan genehmigt worden, eine engere Kooperation mit der Deutschen-Börse-Tochter Eurex und der nordischen Strombörse Nord Pool Spot zu ermöglichen. Eine Partnerschaft könne auf einer bereits existierenden Absichtserklärung erfolgen, sagte der EEX-Sprecher. Die Eurex und Nordpool, die zusammen mehr als 40 Prozent an der EEX halten, hatten eine Fusion der Strombörse mit der Powernext zunächst abgelehnt.