Verhandlungssache

Leipziger Energiebroker feiert Jubiläum

Die Leipziger Kilowatthandel AG hat sich in den fünf Jahren ihres Bestehens einen guten Ruf in der Energiebranche erworben. Jungunternehmer Christian Haase und sein Team feiern in diesen Tagen Jubiläum und schauen hoffnungsfroh in Richtung Gasmarktliberalisierung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - "Energie ist Verhandlungssache" steht auf den Schildern in den Geschäftsräumen der Kilowatthandel AG im Leipziger Barthels Hof. Wovon heutzutage fast jeder überzeugt ist, daran glaubten vor fünf Jahren nur wenige. Einer von ihnen war Christian Haase, der allen Unkenrufen zum Trotz von einem baldigen Wettbewerb auch auf dem ostdeutschen Strommarkt überzeugt war.

Bei der Beratungsgesellschaft für Beteiligungsverwaltung in Leipzig war er zuvor als Berater für den Energiebereich tätig gewesen. "Dabei hatte ich mich intensiv mit den Auswirkungen der Energieliberalisierung auseinandergesetzt und konnte eine Menge Know-how ansammeln", erklärt Haase. Es war 1998, als er sich für die Firmengründung entschied, die zum 1. Januar 1999 offiziell erfolgte. "Wir begannen damit, in den Städten gezielt die Gewerbekunden zu bündeln. Mit diesen Nachfragemengen sind wir dann in unsere Verhandlungen über Strompreise eingestiegen", erzählt der damals 30-jährige Existenzgründer.

Mit der Zeitschrift "SUPERillu" griffen die Broker dann auch das Segment der Privatkunden gewinnbringend an: Knapp 30 000 Haushaltskunden wechselten ihren Versorger. Der Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) kürte Christian Haase infolgedessen zum "Sächsischen Unternehmer des Jahres 2000".

Im vergangenen Jahr übernahm der Leipziger Energiebroker den Strompool des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, der mit knapp 300 Millionen Kilowattstunden als einer der bundesweit größten Gewerbestrompools gilt. Zu seinem fünfjährigen Firmenjubiläum schaut Kilowatthandel mit seinen derzeit sieben Mitarbeitern optimistisch in die Zukunft: "Wir konnten uns erfreulicherweise in den letzten fünf Jahren auf dem Markt etablieren und hoffen zum Jahresende auf die längst fällige Gasliberalisierung. Diese ist für uns eine sehr vielversprechende Expansionsoption. Dann ist Energie für uns wieder Verhandlungssache", blickt Haase in die Zukunft.