Entschuldung

Leipzig: Stadtwerke sollen zu 49,9 Prozent verkauft werden

In Leipzig haben sich jetzt die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD über die Pläne zur Privatisierung städtischer Betriebe geeinigt. Danach sollen bis zu 49,9 Prozent der Anteile an den Stadtwerken verkauft werden. Die Erlöse sind für die Entschuldung der Kommune vorgesehen.

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Leipzig (red) - Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" gibt es bereits mehrere Interessenten für die Stadtwerke-Anteile, darunter den russischen Energieriesen Gazprom. Für die Vergabe sei eine internationale Ausschreibung im nächsten Sommer vorgesehen, so Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Er geht von einem Vertragsabschluss bis Ende 2007 aus.

Auch die Leipziger Versorgungs- und Verwertungsgesellschaft, die Holding-Gesellschaft der städtischen Unternehmen, der auch die Stadtwerke angehören, soll einen privaten Investor erhalten.

Den Angaben zufolge betragen die Schulden der Stadt Leipzig zurzeit rund 800 Millionen Euro. Mitte November soll der Stadtrat, in dem CDU und SPD die Mehrheit haben, über die geplanten Privatisierungen abstimmen.

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