Standpunkt

Lausitzer Rundschau: Ärgernis Strompreiserhöhungen

Die Lausitzer Rundschau bezeichnet die geplanten Strompreiserhöhungen in ihrer heutigen Ausgabe als "Ärgernis". Es sei ein Fehler im System, wenn der Wohlstand der Energiekonzerne nicht auf Wettbewerbserfolg sondern auf konkurrenzloser Marktmacht beruht und höchste Zeit für einen Regulierer.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (red) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, schreibt zur Strompreiserhöhung in ihrer heutigen Ausgabe:

Was sich derzeit auf dem Strommarkt abspielt, ist ein Ärgernis. Immer mehr Versorger kündigen Preiserhöhungen an. Sie können ungeniert abkassieren, denn die vermeintliche Liberalisierung des Strommarktes vor fünf Jahren hat nicht gebracht, was erreicht werden sollte: Wettbewerb.

Die Begründungen für Preisanhebungen fallen zumeist dürftig aus und fadenscheinig. Fakt ist, den vier großen Energiekonzernen in Deutschland geht es durchaus nicht schlecht, RWE und E.ON sogar ausgesprochen prächtig. Nun ist es kein Fehler, wenn es einem Konzern gut geht. Es ist aber ein Fehler im System, wenn dies nicht auf einem Wettbewerbserfolg, sondern auf fast konkurrenzloser Marktmacht beruht.

Nicht ohne Grund macht die EU- Kommission Druck für eine wirkliche Öffnung der Strom- und Gasmärkte in den Mitgliedsländern. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung einen Regulierer für den Strommarkt einsetzt.