In NRW

Laumann weist Kritik an geplantem Steinkohle-Ausstieg zurück

Der Ausstieg aus der Steinkohlesubventionierung wird keine negativen Folgen für den Ausbildungsmarkt haben. Davon ist jedenfalls die neue NRW-Landesregierung überzeugt. Zwar sei die RAG ein wichtiger Ausbilder im Revier, aber die Landesregierung will insbesondere zukunftsträchtige Branchen weiterentwickeln.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die schwarz-gelbe Landesregierung erwartet keine negativen Folgen für den Ausbildungsmarkt im Ruhrgebiet nach dem geplanten Ausstieg aus der Steinkohleförderung. Zwar sei der Bergbaukonzern RAG ein wichtiger Ausbilder im Revier, sagte Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Bereits heute werde aber ein Drittel der Lehrlinge in einem Verbundsystem für kleinere und mittlere Betriebe ausgebildet. Dies werde das Land weiter fördern.

Viele Lehrlinge könnten zudem in anderen Branchen eingesetzt werden, sagte Laumann weiter. Er kündigte an, dass die Landesregierung zukunftsträchtige Branchen wie die Gesundheitswirtschaft im Ruhrgebiet weiterentwickeln wolle. Hier müssten neue Potenziale für den Ausbildungsmarkt erschlossen werden, um die Situation nachhaltig zu entspannen.

Laumann wies damit Kritik der SPD zurück, der geplante Auslaufbergbau werde die Lehrstellensituation im Revier weiter verschlechtern. Der Wirtschaftsexperte der SPD, Marc Jan Eumann, warf Schwarz-Gelb vor, die "stärkste Säule" des Ausbildungsmarktes im Ruhrgebiet einreißen zu wollen. Er forderte die Landesregierung auf, offen zu legen, wie sie die zu erwartende Ausbildungslücke schließen wolle. Nach Angaben der SPD gibt es derzeit rund 2400 Lehrlinge im Steinkohlebergbau.