Alternative Heizideen

Latherm: Abfallwärme mit Pökelsalz speichern

Der Ruf nach neuen Energiekonzepten und mehr Energieeffizienz wird lauter. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien finden auch andere Techniken Interesse, die effizient Energie erzeugen. Eine Dortmunder Firma etwa speichert Abfallwärme mit Hilfe von Natriumacetat - auch als Pökelsatz bekannt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dortmund (red) - Die Firma Latherm benutzt dazu Abfallwärme aus der Industrie, die in speziellen Containern gesammelt wird. Diese Wärme wird dann in die Heizsysteme von Schwimmbädern, Schulen oder Gewerbebetrieben eingespeist. In den Containern dient Natriumacetat als Speichermedium - ein Lebensmittelzusatz, der auch als Pökelsalz verwendet wird.

Heizalternative für größere Gebäude

"Unser System kann eine echte Alternative zur Gas- und Ölheizung sein", erläutert Geschäftsführer Kai Petersen gegenüber dem Nachrichtenportal Der Westen. Petersen gründete Latherm gemeinsam mit den Physikern Dr. Heinz-Werner Etzkorn und Dr. Rudolf Faymonville. Im Herbst 2009 wurde das erste Projekt umgesetzt: Die Beheizung eines Schwimmbades in Dortmund-Brackel durch die Abfallwärme einer Deponiegasanlage.

Geringer Wärmeverlust und gute Speicherkapazität

Vorteile der Speicherung im Container sind laut Latherm der geringe Wärmeverlust und die Möglichkeit, im Vergleich zu einem Wasserspeicher gleicher Größe bis zu viermal mehr Wärme zu speichern. Diese Art der Bereitstellung von Wärme ist CO2-arm, lediglich für den Transport der Container wird Kraftstoff verbraucht. Perspektivisch könnte man durch die Verwendung von Biodiesel die CO2-Bilanz weiter verbessern.