Nach hitzigen Diskussionen

Landkreis Ravensburg stimmt EnBW-Aktienkauf zu

Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) werden ihren Anteil an der EnBW auf knapp 45 Prozent erhöhen, mit Ravensburg haben sich sieben der neun stimmberechtigten Landkreise dafür ausgesprochen. Auch die Landkreise Zollernalb und Freudenstadt werden dem Aktienkauf vermutlich zustimmen.

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Ravensburg (red) - Der Landkreis Ravensburg hat als größter Anteilseigner der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) der angestrebten Anteilserhöhung an der EnBW zugestimmt. "Der Beschluss ist zukunftsweisend für die Energiepolitik in Baden-Württemberg", sagte Landrat Kurt Widmaier (CDU) nach einer nicht öffentlichen Sitzung Ende letzter Woche. 41 Abgeordnete votierten dafür, 20 dagegen. Der Abstimmung waren hitzige Diskussionen vorausgegangen.

Der Kauf von 4,49 Prozent Aktien des Karlsruher Energieversorgers war schon zuvor beschlossene Sache. Sechs der neun stimmberechtigten Landkreise hatten sich in den vergangenen Tagen dafür ausgesprochen. Ravensburg hält 21 Prozent an den OEW. Die OEW steigern ihren Anteil an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) damit auf knapp 45 Prozent und behalten damit Augenhöhe zum zweiten Großaktionär, der Electricité de France (EdF). Auch die Landkreise Zollernalb und Freudenstadt werden in den kommenden Tagen vermutlich dem Aktienkauf zustimmen.