Gaspreise bleiben stabil

Landeskartellbehörde setzt Verzicht auf Gaspreiserhöhung durch

Die Landeskartellbehörde in Magdeburg hat sich mit der Köthen Energie, den Stadtwerken Weißenfels, den Stadtwerken Burg, den Städtischen Werken Lutherstadt Wittenberg und den Technischen Werken Naumburg darauf geeinigt, auf Gaspreiserhöhungen zum 1. April und 1. Juli zu verzichten.

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Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Die Landeskartellbehörde hat fünf von insgesamt sechs eingeleiteten Kartellverfahren gegen sachsen-anhaltische Gasanbieter wegen zu hoher Preise abgeschlossen. Die Köthen Energie, die Stadtwerke Weißenfels, die Stadtwerke Burg, die Städtischen Werke Lutherstadt Wittenberg und die Technischen Werke Naumburg hätten Verpflichtungserklärungen abgegeben, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Sie erklärten, auf Gaspreiserhöhungen zum 1. April und 1. Juli zu verzichten. Mit den Stadtwerken Zeitz werde weiter verhandelt.

Zudem haben die fünf Stadtwerke den Angaben zufolge angeboten, die Versorgungsnetze für die Kundenbelieferung durch andere Versorger sofort freizugeben. Ein halbes Jahr vor Inkrafttreten des Energiewirtschaftsgesetzes werde den Kunden ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Sie könnten bereits zum 1. Mai ihrem bisherigen Versorger kündigen. Interesse daran, Kunden von anderen Gasanbietern zu beliefern, gebe es von der Mitgas und der Gas- und Energiegenossenschaft Ost- und Mitteldeutschland.

Aufgrund der Verpflichtungserklärungen der fünf Stadtwerke stellt die Landeskartellbehörde den Angaben zufolge das im Februar eingeleitete Verfahren gegen sie ein. Die Verpflichtungserklärung der Stadtwerke Zeitz sei allerdings noch nicht ausreichend. Die Preise dieses Anbieters seien zu hoch. Daher werde das Kartellverfahren fortgesetzt.