Preisrunde

Landeskartellamt in Sachsen nimmt Gaspreise unter die Lupe

Die von den Stadtwerken Leipzig angekündigte Gaspreiserhöhung ist Gegenstand einer Untersuchung der Landeskartellbehöre. Weil die Stadtwerke erst im Oktober die Gastarife erhöht hätten und sowohl die Drewag als auch die Gasversorgrung Sachsen Ost eine Erhöhung ausschließen, müsse die Rechtmäßigkeit geprüft werden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Die Landeskartellbehörde in Sachsen reagiert auf Kritik an der angekündigten Gaspreiserhöhung in Leipzig. "Wir haben die Stadtwerke Leipzig aufgefordert, unverzüglich eine Stellungnahme zu der angekündigten Tariferhöhung abzugeben", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Dresden, dem die Kartellbehörde untersteht, der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe).

Die Rechtmäßigkeit einer erneuten Preisrunde - erst im Oktober hatten die Stadtwerke die Gastarife erhöht - sei zu hinterfragen. "Schon deshalb, weil die Stadtwerke Dresden und die Gasversorgung Sachsen Ost ausdrücklich eine neue Preisrunde ausschließen", erklärte das Wirtschaftsministerium.

Daher stehe die Begründung der Leipziger Stadtwerke "auf wackeligen Füßen". Diese hatten gestiegene Vorlieferantenpreise als Grund für die Erhöhung angeführt. Die Landeskartellbehörde will ferner im kommenden Frühjahr flächendeckend die Energiepreise im Land prüfen.

Die Leipziger Stadtwerke hatten angekündigt, ihre Gaspreise ab Januar um bis zu sechs Prozent zu erhöhen. Für einen Einfamilienhausbesitzer würde dies eine jährliche Mehrbelastung von fast 100 Euro bedeuten.