Marktmonitor

Lage beim Hauskauf wichtiger als Energiestandard

Vielen Immobiliensuchenden scheint es zunehmend egal zu sein, ob ihr künftiges Heim energetisch auf dem neuesten Stand ist oder nicht. Kaufinteressenten verzichten vor allem dann bei Immobilien auf einen hohen Energiestandard, wenn Lage und Preis stimmen – das zeigt die aktuelle Ausgabe des Marktmonitor Immobilien von immowelt.de.

Gebäude-Energieausweis© Andre Bonn / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Während vor einem Jahr knapp die Hälfte (45 Prozent) aller befragten deutschen Makler angab, dass bereits der Anschein eines energetischen Sanierungsrückstands den Marktwert einer Immobilie mindern kann, glauben das aktuell noch 35 Prozent.

Makler meinen: Andere Faktoren sind wichtiger

In der aktuellen Studie sind viele der befragen Makler davon überzeugt, dass den Interessenten andere Merkmale wie Größe, Preis und Lage wichtiger sind als Energieeffizienz: 40 Prozent geben an, dass sich Immobilien in Top-Lagen, die sich augenscheinlich auf energetisch niedrigem Niveau befinden, trotzdem gut verkaufen. Im Vorjahr teilten lediglich 35 Prozent diese Meinung, 2011 waren es 33, im Jahr 2010 32 Prozent.

Schlechte Energiebilanz drückt Abschlag weniger

Dass Immobilien, die über keinen hohen Energiestandard verfügen, zunehmend von negativen Auswirkungen auf den Preis verschont bleiben, zeigt auch die Einschätzung der Makler. Drückte eine schlechte Energiebilanz laut der Befragten den Immobilienpreis im Jahr 2012 noch um 21 Prozent, geben die Makler den zu erwartenden Preisabschlag 2013 mit durchschnittlich 18 Prozent an.