Vorschriften missachtet

Lärm beim Windkraftanlagen-Bau kann Wale töten

Beim Bau von Windanlagen vor der deutschen Küste werden die Schutzvorschriften für Wale regelmäßig missachtet. Das Einrammen von Pfählen in den Meeresgrund sei so laut, dass Schallschutz-Vorschriften für die Tiere nicht eingehalten werden könnten. Auch tödliche Verletzungen der Tiere seien dadurch möglich.

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Berlin (afp/red) - Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zum Thema Windkraft, wie der Bundestags-Pressedienst am Mittwoch mitteilte. Auch mit speziellen "schallmindernden Maßnahmen" sei der Grenzwert für die Lärmbelastung beim Bau des ersten deutschen Meeres-Windparks Alpha Ventus vor der ostfriesischen Küste überschritten worden.

Um die Grenzwerte für Windkraft Anlagen einzuhalten, müsse weiter an besseren Technologien gearbeitet werden. Derzeit befänden sich mehrere Verfahren in der Entwicklung, die das Einrammen von Pfählen in den Meeresboden vermeiden sollen. Schweinswale kommen demnach im Frühjahr und Sommer vor der Westküste von Schleswig-Holstein an. In dem Gebiet lägen acht genehmigte Windparks. Demnach sind durch zu hohen Lärm selbst tödliche Verletzungen bei den Walen nicht ausgeschlossen.