Zwickmühle

Längere Atomlaufzeiten führen zu Lagerungs-Engpässen

Die von der Bundesregierung beschlossene AKW-Laufzeitverlängerung bringt offenbar mehr Entsorgungsprobleme als bisher bekannt. Nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" drohen Engpässe in Castor-Zwischenlagern an den AKW-Standorten, die die zusätzlich anfallenden abgebrannten Brennstäbe aufnehmen sollen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Das schreibt die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe. Einer internen Berechnung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufolge könnte es an zehn der zwölf Standorte knapp werden.

So reichten die Kapazitäten bei Vollbetrieb der Kraftwerke beim AKW Gundremmingen (Bayern) nur für drei Jahre, in Biblis (Hessen) für vier und in Krümmel (Schleswig-Holstein) für sechs Jahre.

Schwarz-Gelb hatte allerdings beschlossen, die Laufzeiten bei den älteren Anlagen um acht Jahre und bei den jüngeren um 14 Jahre zu verlängern. Keine Kapazitätsprobleme sieht das BfS laut der Aufstellung, die der Zeitung vorliegt, nur bei den Kraftwerken Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Unterweser (Niedersachsen).