Preiswerte Energieversorgung angestrebt

Länderübergreifender Klimaschutz in Norddeutschland

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg streben einen gemeinsamen Klimaschutz für Norddeutschland an. Viele Punkte der jeweiligen Klimaschutzkonzepte seien "nur gemeinsam länderübergreifend realisierbar", sagte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

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Zarrentin (ddp-nrd). Die drei norddeutschen Bundesländer wollen sich gemeinsam den Herausforderungen des Klimaschutzes stellen. "Die Erderwärmung kennt weder Stadt- noch Ländergrenzen", betonte Beust am Dienstag am Rande des Treffens mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) und Schleswig-Holsteins Regierungschef Peter Harry Carstensen (CDU) in Zarrentin.

Als gemeinsam zu realisierende Punkte wurden das Klimafolgemanagement und die Förderung Erneuerbarer Energien genannt. Eine länderübergreifende Arbeitsgruppe unter Vorsitz Hamburgs soll die bereits vorhandenen Konzepte der Hansestadt und Mecklenburg-Vorpommerns und das für Januar erwartete Programm Schleswig-Holsteins miteinander verzahnen und gemeinsame Projekte initiieren.

Ferner wollen sich die Politiker für eine "sichere und preiswerte Energieversorgung" einsetzen. Die Nutzung von Kohlekraftwerken auf dem neuesten technischen Stand sei allerdings nur eine Option. "Wir wollen strenge ökologische Maßstäbe. Wir wollen, dass Deutschland die Klimaschutz-Ziele erreicht", sagte Beust.

Neben Ringstorff, Carstensen und Beust nahmen zahlreiche Minister und Senatoren an der Sitzung teil. Bereits im Juni 2006 hatten Ringstorff und Beust in Schwerin eine engere Kooperation zwischen ihren Ländern vereinbart. Da eine Vielzahl an Themen auch Schleswig-Holstein betrifft, wurde Deutschlands nördlichstes Bundesland in die Gespräche miteinbezogen. Das nächste trilaterale Treffen ist in etwa einem Jahr in Hamburg geplant.