Gemeinsames Vorgehen

Länderminister beschäftigen sich mit Strompreiserhöhungen

Die Wirtschaftsminister der Länder wollen sich auf ihrem nächsten Treffen im November mit den angekündigten Strompreiserhöhungen der Versorger beschäftigen. "Ziel ist eine Verständigung der Länder über das weitere Vorgehen", erklärte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp/sm) - Brandenburg habe das Thema in die Tagesordnung eingebracht. Hintergrund sei die Ankündigung des größten deutschen Energiekonzerns E.ON, die Strompreise ab Anfang 2008 um bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Auch andere Versorger wollen die Preise anheben. "Der Strommarkt ist ein deutschlandweites Thema. Die Länder dürfen hier nicht für sich alleine stehen - wir brauchen eine konzertierte Aktion gemeinsam mit dem Bund", so der Minister.

"Ich habe für das Vorgehen von E.ON kein Verständnis. Das Verhalten des Konzerns zeigt deutlich, dass der Markt immer noch nicht funktioniert", sagte Junghanns weiter. Wichtig sei deshalb, endlich den Wettbewerb in Gang zu bringen. Unabhängig davon müsse aber auch kartellrechtlich geprüft werden, ob deutschlandweit die Voraussetzungen für den Wettbewerb stimmten. Deshalb plädierte Junghanns für eine gemeinsame Aktion aller Landeskartellbehörden mit dem Bundeskartellamt.

Die nächste Wirtschaftsministerkonferenz findet am 19. und 20. November in Darmstadt statt.