Vergleichende Beurteilung

Länderkommission Kerntechnik: Kernenergie ist nachhaltige Technologie

Die Internationale Länderkommission Kerntechnik der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen (ILK) hat Stärken und Schwächen von Stromerzeugungs-Technologien untersucht und dabei die Kernenergie als verhältnismäßig nachhaltig eingestuft. Nur Wasserkraft und Windenergie rangieren vor ihr.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Bei gleichgewichtiger Berücksichtigung der Bewertungsfelder Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und gesellschaftliche Akzeptanz nimmt die Kernenergie bei einer vergleichenden Beurteilung der Nachhaltigkeit verschiedener Technologien zur Stromerzeugung den dritten Platz hinter Wasserkraft und Windenergie ein und rangiert vor Erdgas, Sonnenenergie, Braunkohle, Steinkohle und Öl. Zu diesem Ergebnis gelangte die Internationale Länderkommission Kerntechnik der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen (ILK).

Nach der Untersuchung der ILK haben alle heutigen Stromerzeugungstechnologien sowohl Stärken als auch Schwächen. Zusammenfassend habe aber die Kernenergie unter den nachhaltigen Stromerzeugungstechnologien beispielsweise die geringsten Produktionskosten und gute ökologische Eigenschaften. Lediglich dann, wenn man den Aspekt der Skepsis und Ablehnung in der Gesellschaft gegenüber der Kernenergie und den mit ihrer Nutzung verbundenen Risiken hoch ansetze, könne man zu einem anderen Ergebnis gelangen.

Die ILK widerspricht damit den Aussagen des "Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen" (WBGU) der Bundesregierung, der zu dem Ergebnis gelangt ist, das nachhaltige Potenzial der Kernenergie sei mit Null anzunehmen. Die ILK regt auf der Grundlage ihrer Untersuchungen eine breite und vorurteilsfreie gesellschaftspolitische Diskussion über Technologien zur Energieversorgung und deren Einsatz unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit an.

Die Vorgehensweise der ILK beruht auf einer Konkretisierung des Begriffes der Nachhaltigkeit mittels allgemein anerkannter Kriterien und quantifizierbarer Indikatoren für die drei Dimensionen Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Gesellschaft.