Gemeinsame Erklärung

Länder fordern schärfere Kontrollen für Stromgeschäfte

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer fordern einem Pressebericht zufolge stärkere Kontrollbefugnisse für die Bundesnetzagentur bei Stromgeschäften. Zudem soll den Energiekonzernen Informations- und Offenlegungspflichten auferlegt werden, insbesondere beim außerbörslichen Handel.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/sm) - Dies gehe aus einer gemeinsamen Erklärung der Ressortchefs an die Bundesregierung hervor, wie die "Leipziger Volkszeitung" laut Vorabbericht schrieb. Der gemeinsame Vorstoß der Länderminister basiere auf einem Bericht der sogenannten Bund-Länder-Arbeitsgruppe Markttransparenz, die auf Initiative von Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) eingerichtet worden sei.

Das Expertengremium empfehle, vor allem Daten zur Stromerzeugung den Marktteilnehmern öffentlich zugänglich zu machen. Außerdem sollten Informationen zu Geschäftsabschlüssen, die nicht über den Spot- oder Terminmarkt der Leipziger Strombörse EEX abgewickelt werden, für staatliche Aufsichtsbehörden gesammelt werden. Diese außerbörslichen Geschäfte umfassten einen großen Teil des Stromhandels in Deutschland.