Kennzeichnungspflicht

Label für Stromverbrauch von TV-Geräten gefordert

Zehn Jahre nach der Einführung des EU-Labels für Haushaltsgeräte haben jetzt das Öko-Institut e.V. und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch eine Kennzeichnungspflicht für den Stromverbrauch von TV-Geräten gefordert. Käufer könnten nur schwer Informationen zum Verbrauch eines Gerätes finden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Eine klare Orientierung sei nur gewährleistet, wenn die EU-Kommission auch für Fernsehgeräte das EU-Energieeffizienz-Label verbindlich vorschreiben würde, betonten die beiden Verbände am Mittwoch gemeinsam. Die jetzigen Herstellerangaben zum Strombedarf von TV-Röhrengeräten sowie LCD- und Plasma-Bildschirmen seien wenig aussagekräftig und nicht vergleichbar, weil keine einheitlich geltenden Messmethoden verwendet würden.

"Die Werbeprospekte und Produktdatenblätter enthalten zwar viele technische Details und Ausstattungsmerkmale, jedoch keine oder kaum Informationen zum Energieverbrauch der Fernseher", sagte Stéphanie Zangl vom Öko-Institut. Große Plasma-Fernseher verbrauchten bei einer Nutzung von vier Stunden pro Tag jährlich bis zu 800 Kilowattstunden Strom. Effiziente Kühlschränke, die den ganzen Tag liefen, benötigten nur zwischen 100 und 200 Kilowattstunden im Jahr.

Eine vom BUND erstellte Liste zeigt nach Angaben des Verbandes, dass die Stromverbräuche je nach Größe und Technologie enorm schwankten. Plasma-Modelle verursachten auf zehn Jahre gerechnet bis zu 500 Euro höhere Stromkosten als vergleichbare LCD-Bildschirme.