Kyrion zur angekündigten "Task Force": Weiterer Beleg für Müllers Inkonsequenz

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Im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO (Sendetermin heute um 19.25 Uhr) wird Bundeswirtschaftsminister Müller die Bildung einer sogenannten "Task Force" für den Strommarkt ankündigen. Damit will er dem eher schleppenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt auf die Sprünge helfen. Der Vorsitzende des Freien Energiedienstleister Verbands (FEDV) Robert H. Kyrion vom Kölner Stromversorger KaWatt zeigt sich wenig beeindruckt von Müller's Vorstoß: "Seine neue Idee einer Task Force für den Strommarkt ist ein weiterer Beleg für seine anhaltende Inkonsequenz.


Kyrion ist der Meinung, dass die Task Force höchstwahrscheinlich keinen nachhaltigen Erfolg haben wird, denn dazu fehlt ihr offensichtlich die Weisungsbefugnis und auch die (zukünftige) rechtliche Grundlage zur "Überwachung" von Vorgaben. Auf den Kernpunkt reduziert hieße das, dass die Task Force wie die Verbändevereinbarung eine unverbindliche Maßnahme zur erneuten Liberalisierungverzögerung ist.


Auch Müller's Aussage, er werde "Unternehmen öffentlich an den Pranger" stellen, kann Kyrion nicht Ernst nehmen. "Sie ist eine weiterer Beleg für das zu erwartende Desaster der Unverbindlichkeiten - alles Augenwischerei." Kyrion's bitteres Fazit: "Wir können nur hoffen, dass uns Herr Müller wenigstens einmal eines Besseren belehren wird und uns das Gegenteil unserer Einschätzung beweist - die Chance zur Bewährung hat er eigentlich schon vor zwei Jahren vergeben.