Gesund

KWL und KWR: Schwieriges Jahr erfolgreich bestanden

Die Kraftwerke Laufenburg und Rheinfelden der EnergieDienst GmbH haben das vergangene Geschäftsjahr mit einem soliden und befriedigenden Ergebnis abgeschlossen. Als Dividende werden acht Franken für die Aktionäre des KWL und fünf Euro für die Aktionäre des KWR vorgeschlagen. Dennoch kämpfte das Unternehmen auch mit Preisreduktionen in allen Kundensegmenten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

"Als solides und befriedigendes Ergebnis" bezeichnete Martin Steiger, Geschäftsleitungsmitglied für die Bereiche Administration und Produktion, die wirtschaftliche Entwicklung des Kraftwerks Laufenburg (KWL) im abgelaufenen Berichtsjahr 2001 auf der Bilanzpressekonferenz im Wasserkraftwerk Wyhlen. Trotz Preisreduktionen in allen Kundensegmenten und den Turbulenzen an den internationalen Aktienbörsen sei ein stabiles Unternehmensergebnis von 30 Millionen Euro für die KWL-Gruppe gesichert worden.

Von "Stromabsätzen in Höhe der eigenen Prognosen ..." berichtete Dr. Gerhard Haury, Geschäftsleitungsmitglied für die Bereiche Vertrieb und Technik. Die Stromabgabe an endverbrauchende und weiterverteilende Kunden im KWL-Netzgebiet konnte um 0,9 Prozent auf 2039 Millionen Kilowattstunden im Vergleich zum Geschäftsjahr 1999/2000 gesteigert werden. Der Gesamtstromabsatz erhöhte sich auf 2990 Millionen Kilowattstunden. Die Umsatzerlöse fielen dennoch um 13,5 Prozent niedriger aus. Bei weiterverteilenden Kunden (Stadtwerke und kommunale Werke) reduzierte sich der Umsatz um fast 14 Prozent. Die Umsatzerlöse im Kundenstammgebiet des KWL sanken von 111 Millionen auf 103 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang beträgt damit 7,6 Prozent. Der Verwaltungsrat des Kraftwerks Laufenburg wird dennoch die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 8 CHF pro Aktie zum Nennwert von 50 CHF beantragen.

Die Ertrags- und Umsatzsituation der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG (KWR) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 sieht ähnlich aus. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt 30 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 war durch die reduzierte konjunkturelle Entwicklung der Stromabsatz an Industrie- und Gewerbekunden leicht rückläufig. Allerdings konnte KWR durch deutlichen Mehrabsatz an einen einzelnen Großkunden diesen generellen Trend kompensieren. Der Stromabsatz im Industrie- und Gewerbebereich steigerte sich auf 716 Millionen Kilowattstunden. Gleichzeitig erhöhte sich der Stromabsatz an weiterverteilende Kunden (Stadtwerke und kommunale Werke) von 56 auf 64 Millionen Kilowattstunden. Der Verkauf an Tarifkunden (Haushalte, Landwirtschaft und Kleingewerbe) verringerte sich, verursacht durch Kundenverluste, von 431 auf 421 Millionen Kilowattstunden. Insgesamt sind die Umsatzerlöse von 88 Millionen Euro auf 94 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn von 26 Millionen Euro soll zur Ausschüttung einer Dividende von 5 Euro je Stückaktie verwendet werden. 16 Millionen Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.