Neue Regelungen

KWK: Verband empfiehlt Kündigung des Einspeisevertrags

Der B.KWK empfiehlt allen KWK-Anlagenbetreibern, die Einspeiseverträge mit ihren Netzbetreibern umgehend zu kündigen, sofern diese nicht ohnehin einen gleich hohen oder höheren Preis vergüten. Für Betreiber von KWK-Anlagen über zwei Megawatt elektrischer Leistung gilt die Neuregelung nur vorübergehend.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Zum 1. August werden voraussichtlich die Änderungen am Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKModG) in Kraft treten. Das EEG führt einen neuen Bonus für Stromerzeugung aus Biomasse in KWK in Höhe von zwei Cent pro Kilowattstunde ein, darauf weist der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) hin.

Bei bestimmten Technologien käme, falls sie "auch in KWK betrieben werden" noch ein weiterer Bonus von zwei Cent hinzu. Zusammen mit der Grundvergütung und dem Bonus für nachwachsende Rohstoffe könne sich so die Einspeisevergütung auf bis zu 21,5 Cent pro Kilowattstunde summieren. Außerdem werde am 1. August eine Änderung des KWK-Gesetzes wirksam, dergemäß der übliche Preis als Basis für die Einspeisevergütung für KWK-Anlagen einheitlich nach der Höhe des durchschnittlichen Preises für Baseload-Strom an der Strombörse EEX in Leipzig im jeweils vorangegangenen Quartal bestimmt wird. Dieser Wert lag im 2. Quartal 2004 26,48 Euro pro Megawattstunde. Hinzu kämen vermiedene Netznutzungsentgelte sowie ein KWK-Bonus. Möglich sei aber nach wie vor auch ein frei vereinbarter Preis für den eingespeisten Strom, bei dem z.B. eine Differenzierung nach Lastzeiten oder statt einer vierteljährlichen Anpassung eine halbjährliche oder jährliche Anpassung vereinbart werden können. Nur wenn eine solche Vereinbarung nicht zustande kommt, gilt der nun klar definierte "übliche Preis".

Der B.KWK empfiehlt allen KWK-Anlagenbetreibern, die Einspeiseverträge mit ihren Netzbetreibern umgehend zu kündigen, sofern diese nicht ohnehin einen gleich hohen oder höheren Preis vergüten. Für Betreiber von KWK-Anlagen über zwei Megawatt elektrischer Leistung gelte die gesetzliche Neuregelung allerdings nur vorübergehend.