Haftungsausschluss

Kurzschluss war Ursache für Brand im Umspannwerk Mittweida

Technisches Versagen war die Ursache für einen Stromausfall am 11. und 12. September in Mittweida und Umgebung. Ein unabhängiges Institut habe keinen Hinweis auf menschliches Versagen gefunden, teilte der Betreiber enviaM jetzt mit. Demzufolge hafte man nicht für die Schäden der Kunden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mittweida/Chemnitz (ddp/sm) - Ein Kurzschluss habe den Brand im Umspannwerk Mittweida ausgelöst, teilte die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) am Mittwoch in Chemnitz mit. Infolge des Unglücks waren damals 14 500 Kunden bis zu 24 Stunden ohne Strom.

Die Untersuchungen eines unabhängigen Institutes hätten menschliches Versagen ausgeschlossen. Da der Netzbetreiber envia Verteilnetz GmbH weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt habe, hafte das Unternehmen nicht für die Schäden der Kunden. Aus Kulanzgründen werde jedoch ein Härtefallfonds in Höhe von 15 000 Euro für sozial schwache Haushalte eingerichtet.

Bisher sind den Angaben zufolge rund 300 Schadensmeldungen in Höhe von rund 680 000 Euro bei enviaM eingegangen, wovon eine Summe von 28 000 Euro auf sozial schwache Haushalte entfalle. Die Schäden und Reparaturkosten am Umspannwerk beliefen sich auf 900 000 Euro. Bis zum Ersatz der beschädigten Mittelspannungsanlage voraussichtlich Ende Dezember werde die Stromversorgung mittels einer transportablen Anlage sichergestellt.