Kyoto-Pflichten

Kurzinfo zum Start des Emissionshandels

Der am 1. Januar gestartete Emissionshandel erlaubt innerhalb der Europäischen Union den Handel mit Emissionszertifikaten. Angestoßen wurde die Idee des Emissionshandels bereits durch die Klimaschutzverpflichtungen des Kyoto-Protokolls von 1997.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

(ddp) - Der Handel mit Luftverschmutzungsrechten in der Europäischen Union ist am 1. Januar gestartet. In der ersten Handelsperiode von 2005 bis 2007 nehmen in Deutschland rund 1.860 Anlagen von Energiewirtschaft und energieintensiver Industrie am Emissionshandel teil.

Die Grundidee des Emissionshandels besteht darin, dass den Industrieunternehmen eine bestimmte Höchstmenge für den Ausstoß von Kohlendioxid zugebilligt wird. Kommt ein Unternehmen mit weniger Zertifikaten aus, etwa durch Investitionen, können diese Scheine verkauft werden. Unternehmen, die mehr brauchen, müssen dagegen ihren CO2-Ausstoß durch klimafreundliche Technologien und Brennstoffe reduzieren oder zusätzliche Zertifikate kaufen. Der Zertifikatehandel ist somit ein marktwirtschaftliches Instrument, die Emissionsprobleme unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten anzugehen.

Durch den Emissionshandel sollen die Klimaschutzverpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllt werden. Die Teilnehmer der Konferenz im japanischen Kyoto im Jahr 1997 hatten sich grundsätzlich auf Schritte zur Reduzierung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 verständigt und dabei den Emissionshandel als ein mögliches Mittel beschlossen.