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Kurth im Tagesspiegel: E.ON-Vorschlag führt zu mehr Sachlichkeit

Im Tagesspiegel hat sich Chefregulierer Kurth nochmals ausführlich zur aktuellen Strompreisdebatte geäußert: Das von E.ON vorgeschlagene Preismoratorium sei eine Chance für mehr Transparenz, die derzeitige Diskussion könne auch positiv gewertet werden und die RegTP könne ihre Arbeit auch vor nächstem Frühjahr aufnehmen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurth, hat ein Preismoratorium für Strom und Gas begrüßt. Wenn die Aufforderung von Wirtschaftsminister Clement, die angekündigten Preiserhöhungen auszusetzen "auf fruchtbaren Boden fällt, ist das erfreulich", sagte Kurth dem Tagesspiegel (Montagausgabe). "Es wäre ein Schritt, um Sachlichkeit in die Debatte zu bringen und die Chance, für mehr Transparenz zu sorgen."

Den aktuellen Streit um die Energiepreise wertet Kurth auch positiv. Die Diskussion trage dazu bei, "dass alle Beteiligten sich der Dringlichkeit der Angelegenheit bewusst werden". "In Deutschland wurde die Notwendigkeit, den Strom- und Gasmarkt staatlich zu kontrollieren, lange nicht gesehen. Das ist heute sogar teilweise noch so. Man hatte darauf vertraut, die Probleme durch eine freiwillige Vereinbarung zwischen den Wirtschaftsverbänden lösen zu können", sagte Kurth weiter.

Nach seiner Meinung muss es nicht bis zum Frühjahr 2005 dauern, bis seine Behörde auch die Aufsicht über die Stom,- und Gasnetze übernehmen kann. "Es hat schon Gesetze gegeben, die innerhalb von drei Wochen in Kraft traten. Möglich ist in diesem Land vieles, wenn alle Beteiligten sich einig sind." Kurth sagte weiter, mit Wirtschaftsminister Clement sei verabredet, dass seine Behörde 120 bis 150 neue Stellen für die Aufgabe der Energiemarktregulierung bekomme. Bislang sind 60 Stellen vorgesehen.

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