Interview

Kurth: Beim Strompreis "noch viel Luft"

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, macht den Verbrauchern Hoffnung auf erträglichere Strompreise. Zwar könne er nicht prophezeien, dass der Endkundenpreis dauerhaft auf Jahre hinaus sinke, aber es gebe bei Netzentgelten und im Strompreis "noch viel Luft", so Kurth in der Wochenzeitung "Die Zeit".

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (red) - Im Strommarkt gebe es leider noch keinen funktionierenden Wettbewerb, sagte Kurth weiter. Selbst Industriekunden klagten, dass sich die Lage seit Beginn der Liberalisierung wieder deutlich verschlechtert habe.

Kurth hält es für "verfrüht" davon auszugehen, dass die Anträge der Stromunternehmen auf Preiserhöhungen von den Landeswirtschaftsministern "einfach durchgewunken werden". Im übrigen habe er Verständnis dafür, dass noch einmal eine Debatte über das Ende der Preisaufsicht beginne, wenn sich die Zweifel über ungerechtfertigte Komponenten im Strompreis erhärten sollten. Nach derzeitiger Rechtslage endet die staatliche Preisaufsicht Mitte kommenden Jahres.

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