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TransparenzIn der Diskussion um Wasserpreise sollen die Versorger nach Ansicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ihre jeweiligen Kosten transparenter darstellen. Mit einem speziellen Leitfaden könnten die Kunden künftig feststellen, wie die Wasserpreise in ihrem Ort zustande kommen.
Berlin (ddp/red) - Der Verband habe zusammen mit mehreren Unternehmen einen Leitfaden zur Erstellung einer sogenannten Kundenbilanz erarbeitet, sagte der für Wasser und Abwasser zuständige BDEW-Hauptgeschäftsführer Martin Weyand am Dienstag in Berlin.
Damit könnten die Versorger erstmals die "strukturellen, regional sehr unterschiedlich ausgeprägten Faktoren transparent" darstellen.
Dazu zählten unter anderem die Wasserherkunft, die Rohwasserqualität, die Bodenbeschaffenheit sowie die Siedlungsdichte. Zudem untersuche die Bilanz mithilfe der Wasserqualität, des Umweltschutzes, der Instandhaltung, Versorgungssicherheit und des Kundenservices Leistungsmerkmale der jeweiligen Versorger.
Mithilfe der "Kundenbilanz" könnten Verbraucher ersehen, wie hoch die durchschnittlichen Ausgaben je Einwohner in einem Versorgungsgebiet seien, welche Steuern und Abgaben das Unternehmen erbringe. Ferner werde deutlich, welche Faktoren die Wasserpreise weiter beeinflussten, sagte Weyand weiter.
Als erstes Unternehmen hat laut BDEW der Kölner Versorger RheinEnergie seine Kundenbilanz ins Internet gestellt. In den kommenden Wochen will der BDEW seine Mitglieder über die Möglichkeiten der "Kundenbilanzen" informieren. Durch die Teilnahme an der Bilanz könnten Versorger "aktiv und offensiv" die Debatte um die Trinkwasserpreise "versachlichen", sagte Weyand.
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