Widerstand erfolgreich

Kürzungspläne abgewehrt: Mehr Geld für Solarenergie

Mit dem neuen Entwurf des Bundeshaushaltes ist die Förderung von Solarenergie um 30 Millionen auf 230 Millionen aufgestockt worden. Nach Auskunft der UVS verfügen bereits vier Prozent der Deutschen Eigenheime über eine eigene Solaranlage zur Wärme- oder Stromproduktion. Allein im letzten Jahr sind über 120 000 Solaranlagen hinzugekommen.

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Nach dem neuen Entwurf des Bundeshaushaltes wird die Förderung von Solarenergie im nächsten Jahr um 30 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro aufgestockt. Die ursprünglichen Streichungspläne von Bundesfinanzminister Hans Eichel sind damit vom Tisch. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS), ein Zusammenschluss von 350 deutschen Solarunternehmen, begrüßt diese Entscheidung.

Mit seinen Plänen, das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien um 100 Millionen Euro zu kürzen, war Eichel in den vergangenen Wochen auf erheblichen Widerstand innerhalb der Koalitionsfraktionen und bei Solarunternehmern gestoßen. Neben der Förderung von Solarwärmeanlagen werden aus dem Marktanreizprogramm auch Zuschüsse für die Markteinführung der Bioenergien gewährt. Nach Auskunft der UVS verfügen bereits vier Prozent der Deutschen Eigenheime über eine eigene Solaranlage zur Wärme- oder Stromproduktion. Allein im letzten Jahr sind über 120 000 Solaranlagen hinzugekommen.

Um Interessenten über Technik und attraktive Fördermöglichkeiten zu informieren und an qualifizierte Fachbetriebe zu vermitteln, hat die UVS mit Unterstützung der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Service-Center eingerichtet. Über die Internetadresse www.solaranlagen-abc.de werden alle wichtigen Fragen zur Nutzung von Solarenergie beantwortet. Die Solarwärmetechnik ist inzwischen so ausgereift, dass über die Sommermonate der Warmwasserbedarf mit einer Solarwärmeanlage zu 100 Prozent gedeckt werden kann – gleichgültig, ob es ein verregneter oder Jahrhundertsommer ist. Schon mit einer Kollektorfläche von nur fünf Quadratmetern lassen sich über das ganze Jahr etwa 60 Prozent des Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses decken. Eine komplette derartige Anlage wird inzwischen bereits für 5000 Euro auf dem Dach installiert.

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