Interview

Künast: Schwarz-Grün nicht ohne Atomausstieg

Eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken würde eine schwarz-grüne Koalition im Bund ausschließen. Das sei "undenkbar", sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast vor dem am Freitag beginnenden Grünen-Parteitag der in Essen erscheinenden Neuen Ruhr/Rhein Zeitung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Es sei zwar für die Grünen gut, Optionen zu haben. "Noch besser ist es, sich selbst treu zu bleiben", fügte sie hinzu. Die Union wäre nach ihren Worten gut beraten, den Atomausstieg zu akzeptieren, statt ihn in Frage zu stellen. "Man hört ja, wie die CDU darüber redet, vorneweg Frau Merkel", beklagte Künast.

Der CDU-Parteitag habe "eher Verwirrung gestiftet", so Künast. Das gelte für die Atompolitik wie für den Kündigungsschutz. "Was will Merkel eigentlich?", fragte sie. Um Begehrlichkeiten der Atomindustrie abzuwehren, will Künast auf dem heute beginnenden Grünen-Parteitag empfehlen, den Klimaschutz mit modernen und effizienten Gas- und Kohlkraftwerken zu verbessern. Die Subventionen für die heimische Steinkohle will Künast wie die CDU-geführte NRW-Landesregierung sozial verträglich auslaufen lassen. "Spätestens bei der Atomenergie trennen sich die Wege wieder", räumte Künast ein.

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