Erstes Quartal

Kühlere Witterung führte zu Anstieg des Primärenergieverbrauchs

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland war nach ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im ersten Quartal 2003 mit knapp 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gegenüber dem Verbrauch im ersten Quartal 2002 um 2,6 Prozent höher. Ursache hierfür war die im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere Witterung.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Mineralölverbrauch hat den schon sehr niedrigen Verbrauch im entsprechenden Vorjahresquartal um 2,2 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten oder um fünf Prozent unterschritten. Zwar stieg der Verbrauch von leichtem Heizöl (plus vier Prozent) und von Flugkraftstoff, die Rückgänge des Verbrauchs von Chemiebenzin, Ottokraftstoff und Dieselkraftstoff sind dadurch aber nicht ausgeglichen worden. Die kühlere Witterung wirkte sich besonders stark beim Erdgas aus: So konnte der Erdgasverbrauch aufgrund der hohen Temperaturabhängigkeit im ersten Quartal 2003 um gut 14 Prozent oder 4,9 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten kräftig zulegen. Einen außergewöhnlich hohen Anstieg um 32 Prozent verzeichnete der extrem kalte Februar.

Der Verbrauch an Steinkohlen war mit 18,9 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 7,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Ursächlich waren der verstärkte Verbrauch in der Stahlindustrie sowie der Anstieg beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Primärenergieverbrauch Braunkohle lag im ersten Quartal 2003 mit 14,2 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Kohlengewinnung war etwas niedriger als im Vorjahr, darüber hinaus führte das Auslaufen der Importe von Hartbraunkohle zu diesem Ergebnis.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging um drei Prozent zurück, diejenige aus Wasser- und Windkraftanlagen stagnierte jeweils. Der Außenhandelssaldo beim Strom entsprach dem Vorjahr. Dagegen bewegte sich der Verbrauch der sonstigen Energieträger temperaturbedingt über dem Vorjahreswert.