Personalie

KTG: Ehrenmitgliedschaft für Dr. Hans-Ulrich Fabian

Bei seiner Rede anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft bei der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG) bezeichnete Dr. Hans-Ulrich Fabian, die Zielsetzung der Kernenergiepolitik der rot-grünen Bundesregierung als "nicht nur ideologisch geprägt, sondern auch umwelt- und energiepolitisch verfehlt".

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Die Kerntechnische Gesellschaft e. V. (KTG) hat Dr. Hans-Ulrich Fabian die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Damit würdigt die KTG die herausragenden Leistungen Dr. Fabians, insbesondere sein weit über das normale Maß hinausgehende Engagement in zahlreichen Gremien und Ausschüssen und seinen Einsatz für das deutsch-französische Entwicklungsprojekt "Europäischer Druckwasserreaktor (EPR)".

Fabian, Jahrgang 1940, studierte Physik an der Universität Kiel. Nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Hochschule sowie bei der Fraunhofergesellschaft e. V. trat er 1971 in die Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (NWK) ein. Hierbei war er mit den Genehmigungsverfahren und der Projektabwicklung für die Kernkraftwerke Stade, Unterweser und Brokdorf befasst. 1991 wurde Dr. Fabian Ordentliches Mitglied im Vorstand der PreussenElektra AG und fungierte zusätzlich von Mai 1998 an bis zu seiner Pensionierung im März 2000 als Geschäftsführer der PreussenElektra Kernkraft GmbH & Co. KG.

Anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der KTG bemerkte Dr. Fabian in seinem Vortrag "Die nukleare Entsorgung - politisch zwischengelagert?", dass die "nukleare Kontroverse" gegenwärtig zwar leiser geworden sei. Allerdings wies er darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Vereinbarung vom 14. Juni 2000 zwischen der Bundesregierung und der Stromwirtschaft keineswegs von einem Kernenergie-Konsens gesprochen werden könne. "Die Zielsetzung der Kernenergiepolitik der rot-grünen Bundesregierung ist nicht nur ideologisch geprägt, sondern auch umwelt- und energiepolitisch verfehlt", so Fabian.