Kritik

Kritik zum 50-jährigen Bestehen des Atomforums

Das Atomforum feiert sein 50jähriges Bestehen. Grund genug für SPD und Grüne, weiter ihr Festhalten am Atomaustieg zu bekunden. Außerdem seien Atomkraftwerke nicht genügend gesichert.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Deutschen Atomforums haben SPD und Grüne ihre Forderung nach einem Festhalten am Atomausstieg bekräftigt. "50 Jahre Atomforum, das bedeutet ein halbes Jahrhundert Lug und Trug", erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am Mittwoch in Berlin.

Atomforum: Förderung friedlicher Nutzung von Atomkraft

Das Deutsche Atomforum, dem Vertreter der Energiewirtschaft und weiterer Organisationen angehören, sieht es als seine Aufgabe, die friedliche Nutzung der Atomkraft in Deutschland zu fördern. Auf der Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend ein Grußwort halten.

Ältere Atomkraftwerke sind nicht ausreichend gesichert

Grünen-Chefin Claudia Roth warf Merkel vor, sie bereite "Hand in Hand mit der Atomlobby" den Ausstieg aus dem Atomausstieg vor. Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin verwies darauf, dass gerade ältere Atomanlagen unzureichend gegen Flugzeugabstürze oder Anschläge gesichert seien. Wenn Merkel deren Laufzeiten verlängern wolle, setze sie damit die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel.

Proteste von Umweltaktionen vor Berliner Niederlassung

Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Organisation Campact demonstrierten vor der Berliner Niederlassung des Atomforums mit einer Merkel-Puppe und verkleidet als Vertreter des Atomindustrie mit einem Vorschlaghammer ausgemusterte Solarmodule. Die Aktion sollte laut DUH darauf hinweisen, dass eine Abkehr vom Atomausstieg den Ausbau erneuerbarer Energien behindern würde. Auch weitere Umweltverbände beteiligten sich an Protestaktionen.