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RaumordnungsverfahrenDer Naturschutzbund (Nabu) in Niedersachsen kritisiert die zögerliche Haltung von Politik und Wirtschaft bei der unterirdischen Verlegung von neuen Leitungen für Ökostrom. Eine durchgängige Erdverkabelung mit Gleichstromtechnik werde beispielsweise erst gar nicht geprüft.
Hannover (dapd/red) - Besonders bei der geplanten Stromtrasse Wahle-Mecklar hinderten veraltete Preiskalkulationen und eine wenig entschlossene Umsetzung des niedersächsischen Erdkabelgesetzes die Akteure daran, durchgängig Erdkabel für Ökostrom zu verlegen, erklärte der Nabu am Donnerstag in Hannover.
"Die neuen Technologien müssten jetzt genutzt werden", forderte die Nabu-Fachbereichsleiterin für Naturschutz, Elke Meier. Doch eine durchgängige Erdverkabelung mit Gleichstromtechnik werde erst gar nicht geprüft.
Über die Stromtrasse vom niedersächsischen Wahle ins hessische Mecklar soll Ököstrom aus den Windparks in der Nordsee zu den südlichen Ballungszentren fließen. Bürgerinitiativen und Naturschützer fordern, Erdkabel statt der geplanten Hochspannungsfreileitungen zu verlegen. Die unterirdische Kabelverlegung ist sehr viel teurer. Auch der Einsatz von Wechselstrom- oder Gleichstromtechnik ist umstritten.
Der Nabu kritisiert, bei dem aktuellen Raumordnungsverfahren orientierten sich die Verantwortlichen einzig und allein an den Eckwerten der gesetzlichen Vorgaben und ließen damit die Forderungen der Bevölkerung und der Naturschutzverbände zum Schutz von Gesundheit, Natur und Landschaft außer Acht. Am Freitag will der Landesentwicklungsausschuss des Landtags über die Erdverkabelung in Niedersachsen beraten.
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